Gemeinschaftsschule: Lions Club informierte sich in der Staufeneck-Schule über neue Schulform

Die neu gestalteten Schulräume fanden besonderes Interesse bei den Lions (rechts im Bild: Rektor Sven Bayer) Die neu gestalteten Schulräume fanden besonderes Interesse bei den Lions (rechts im Bild: Rektor Sven Bayer)

Lions-Mitglieder zeigten sich vom pädagogischen Konzept beeindruckt

Der Göppinger Lions Club (LC) hat sich im Rahmen seines Jahresprogramms auch mit dem Thema Gemeinschaftsschule beschäftigt. Dazu wurde jüngst die Staufeneckschule in Salach für einen intensiven Informations- und Meinungsaustausch besucht. Rektor Sven Bayer und Konrektorin Angelika Kaiser stellten den Mitglieder des Lions Clubs das pädagogische Konzept der Staufeneckschule vor. Dabei wurden auch die neu eingerichteten Klassenräume und die Schulmensa besichtigt.Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird die Staufeneckschule als Gemeinschaftsschule geführt. Die Mitglieder des Lions Clubs zeigten sich beeindruckt über das große Engagement der Pädagogen. Angesichts der öffentlichen Diskussion über die Gemeinschaftsschule waren die Lions vom pädagogischen Konzept positiv überrascht. Denn die Gemeinschaftsschule sieht während des Unterrichts eine differenzierte und leistungsbezogene Förderung von Schülern in der gemeinsamen Klasse vor. So unterrichten zukünftig Gymnasiallehrer und Grund- und Hauptschullehrer nebeneinander die Kinder in der Salacher Gemeinschaftsschule. „Das Thema Bildung ist für den Lions Club ein zentrales Anliegen, deswegen nehmen wir ganz neue Eindrücke aus diesem Schulbesuch für unsere Jugendprojekte mit“, resümierte Lions-Präsident Rolf Hofele nach dem Besuch.

Rektor Bayer erläuterte in seinem Vortrag das besondere Konzept der Gemeinschaftsschule, in dem die Förderung des einzelnen Kindes im Vordergrund stehe. So heißt der Lehrer in den Schulen „Lernbegleiter“, um auch den besonderen Anspruch an die Lehrenden selbst zu verdeutlichen. Bayer berichtete, dass es Zensuren nur noch auf Wunsch oder in Abschlusszeugnissen gäbe. Anstelle der Noten treten ausführliche Verbalbeurteilungen. So wüssten Kinder und Eltern viel konkreter über den Leistungsstand bescheid. Während des Unterrichts würden den Kinder Aufgaben aus dem sogenannten Grund-, Mittel- und erweiterten Niveau als individuelles und leistungsbezogenes Lernangebot zur Verfügung stehen. „Wir fragen uns, was das Kind kann, aber auch, was aus dem Kind noch positiv herausgeholt werden kann“, erläuterte Bayer das Konzept. Aus seiner Sicht profitieren sowohl schwächere Kinder aus den bestehenden Anreizen wie auch leistungsstarke Kinder aus der Wiederholung und Vertiefung durch die Zusammenarbeit mit den Mitschülern. „Die Gemeinschaftsschule nivelliert nicht, sondern fördert sehr wohl individuell“, betonte der Schulrektor. Die Kinder würden ausserdem am Nachmittag bereits mit erledigten Hausaufgaben nach Hause entlassen, da bliebe mehr Zeit für Familie und Freizeitaktivitäten.

Die Idee zu diesem Besuch hatte die Activity-Beauftragte des Göppinger Lions Clubs Birgit Rapp-Zeiser. Der Lions Club Göppingen ermöglicht seit vielen Jahren verschiedene pädagogische Projekte an Kindergärten (Kindergarten plus), und Grundschulen (Klasse 2000) und für Kinder der Sekundarstufe 1 im Kreis Göppingen. An der renommierten dreitägigen Lehrerfortbildung „Lions-Quest“ für die 10-15 Jährigen nehmen regelmäßig rund 30 Lehrer aus Schulen im ganzen Kreis teil. Auch mit dem jährlichen Lions-Abiturientenpreis für Nachwuchswissenschaftler in den Naturwissenschaften haben sich die Lions einen Namen gemacht. „Für uns hat es deswegen nahe gelegen, sich auch intensiv mit dem neuen Modell der Gemeinschaftsschule auseinander zu setzen“, betonte Rapp-Zeiser.

Der Lions Club diskutierte in Salach das neue Konzept der Gemeinschaftsschule (Im Hintergrund Rektor Sven Bayer)

Pressekontakt

Gernot Imgart
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